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Tragischer Tod Boltzmanns
8. September
1906
Ludwig Boltzmann
brachte sich am 5. September während eines Sommerurlaubes in Duino (Italien)
im Alter von 62 Jahren um.
Boltzmann
wurde am 20.2.1844 in Wien geboren, er war Universitäts-Professor in Graz,
Leipzig und Wien. Er bestätigte erstmals Experimente der Maxwellschen
Lichttheorie. Das zentrale Problem seiner theoretischen Lebensarbeit war
die Rückführung der Thermodynamik auf die statische Mechanik. Boltzmann war
ein umstrittener Anhänger der Atomlehre. Seine Gegner fanden die Erforschung
der Atome nicht so wichtig, deshalb schenkten sie seinen Arbeiten keine
Beachtung.
Den eigentlichen
Siegeszug der Atomtheorie, den Albert Einstein 1905 einleitete, hat er nicht
mehr erlebt. Boltzmanns Vielseitigkeit erstreckte sich auch auf die Kunst.
Er hatte bei Anton Bruckner Musikstunden genommen, und er war ein Fan der
Klassiker Shakespeare, Goethe und Schiller. Die heftigen
Auseinandersetzungen mit seinen Gegnern ließen den sensiblen Boltzmann in
tiefe Depressionen fallen. Man nimmt an, dass dies die Gründe für seinen
Selbstmord waren.
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Ernst
Mach -Philosoph oder Physiker?
3. Dezember
1907
Ernst Mach
wurde am 18. Februar 1838 in Turas (Tschechien) geboren.
1864 wurde er
Professor für Mathematik in Graz, drei Jahre später Professor für Physik in
Prag, und von 1895 bis 1901 lehrte er Philosophie an der Universität Wien.
In
der
Wissenschaftsphilosophie machte er sich ebenfalls einen Namen.
Kompromisslos vertritt er die Ansicht, dass physikalische Erkenntnisse nur
dann haltbar sind, wenn sie auch bewiesen werden können.
Aber
er ist auch ein erfolgreicher Physiker.
Er
machte Versuche zur Akustik, dadurch wurde er zu einem Pionier der
Aerodynamik. Die „Mach-Zahlen“ geben an, um wieviel ein Festkörper die
Schallgeschwindigkeit durchbricht.
Bei
Mach 1 wird die Schallmauer durchbrochen.
Mach
2 entspricht der doppelten Schallgeschwindigkeit.
Ernst Mach ist sowohl als Physiker als auch als Philosoph
international bekannt.

Ernst Mach
bei der Arbeit |
Sigmund Freuds
Sexualtheorie
12. November
1905
Sigmund Freud wurde
am 6.Mai 1856 in Freiberg (Mähren) geboren.
Eine seiner
wichtigsten Entdeckungen war die Entdeckung der Psychoanalyse für die
Behandlung von psychologischen und emotionalen Störungen.
An der
Universität Wien graduierte er 1881 zum Doktor der Medizin. Er heiratete
1886 Martha Bernays und eröffnete seine Privatpraxis.
Gemeinsam mit
Josef Breuer publizierte er 1895 „Studien über Hysterie“
und
die „Methode der
freien Assoziation“.
Der
Analytiker versucht durch spontane Äußerungen von Patienten auf deren
verschlüsselte Ängste zu kommen.
1899
veröffentlichte Freud in der „Traumdeutung“ die Grundlagen der
Psychoanalyse.
Er versuchte den
Patienten ihre Träume verständlich zu machen und ihre unbewussten Wünsche,
die ihnen zu Grunde liegen.
Laut Freud
sind Träume verschlüsselte Hinweise auf den Konflikt zwischen Wünschen und
Verboten.
„Drei Abhandlungen
zu Sexualtheorie“ heißt Sigmund Freuds neuestes Werk. Freud beschreibt darin
die sexuelle Komponente des normalen und des krankhaften Verhaltens. Er
gesteht erstmalig bereits einem Kleinkind erotische Impulse zu und betont
nochmals die Wichtigkeit des Sexualtriebes im menschlichen Verhalten.
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