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- Sabrina & Sandra

 

Eröffnung des Wiener Volkstheaters
14.September.1889

     

 

 

 

 

Heute war der große Tag, an dem das Wiener Volkstheater seine Türen öffnete. Das Publikum besteht meistens aus Kleinbürgern der Vorstädte. Es gibt viel weniger Logen als in den älteren Theatern. Dafür ist das Parkett wesentlich größer und stärker geneigt, um auch den hinteren Reihen gute Sicht zu bieten. Die Werke sind lustig und schaurig.

Das Wiener Volkstheater ist ein Ensemble-theater, das unterhalten will.

Es formt viele fremdartige Passagen ins Wienerische um. Der Wiener Dialekt mit seinem Witz und Humor bringt das Publikum immer wieder zum Lachen.

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Kein Freund der Soldaten
05.Oktober 1901

 Mit seinem Werk „Leutnant Gustl“ hat Arthur Schnitzler die Ehre jedes Soldaten verletzt. Deswegen wird ihm der Offizierstitel aberkannt.

Arthur Schnitzler wurde am 15. Mai 1862 in Wien geboren. Sein Vater war Medizinprofessor, und er studierte ebenfalls Medizin.

 

Einige Zeit war er Assistenzarzt an der Wiener Poliklinik.

Doch sehr bald erkannte er seine Liebe zum Schreiben. Schnitzler möchte die Atmosphäre der Wiener Gesellschaft beschreiben.

Aber muss das auf diese Art und Weise geschehen?

Charlotte  Wolter und ihr unbeschreibliches Talent
15.Juni 1897

Charlotte Wolter, das große Idol des Burgtheaters, starb gestern überraschend in Wien. Sie entfloh mit 16 Jahren den drückenden Verhältnissen ihrer Kindheit, sie ging zum Theater. In Wien spielte sie ein paar kleine Rollen am Carl-Theater.

Die leidenschaftliche Schauspielerin wurde nach  einem Gastspiel 1861 am berühmten Wiener Hofburgtheater engagiert. Dort feierte sie ihre großen Erfolge.  Ihre Glanzrollen waren „Lady Macbeth “ und „ Maria Stuart“. Sehr bekannt war ihre tiefe Stimme.

Ganz Wien trauert um dieses Talent.

 

Der Treffpunkt der Wiener
10. Oktober 1900

Die Wiener Innenstadt ist mitsamt der berühmten Ringstraße ein politisches, ökonomisches und kulturelles Zentrum. Dort befinden sich nicht nur der Regierungssitz von Kaiser Franz Joseph und wichtige Geschäftshäuser und Banken, sondern auch Glanzstücke der Architektur, breite Straßen und Plätze, auf denen Festzüge und Demonstrationen stattfinden. Natürlich gibt es auch viele Kaffeehäuser, „Cafés“ genannt.

Die Begriffe „Kaffeehauskultur“ und „Wiener Moderne“ sind untrennbar miteinander verbunden. Sehr beliebt sind die Cafés um das alte und das neue Burgtheater.

Man trifft sich mit Freunden, führt Gespräche, liest Zeitungen und genießt den Kaffee und die köstlichen Torten.

Besonders Dichter und Autoren machen die Cafés gern zu ihrem zweiten Zuhause.

Der Tod der Theaterlegende Josef Kainz
21.
September 1910
 

Josef Kainz war schon zu Lebzeiten eine Legende. Er gilt als der größte „Burgschauspieler“ aller Zeiten. Er hatte kaum Schauspielunterricht bekommen. Mit 17 Jahren hatte er sein erstes   Engagement in Deutschland. Gastspielreisen führten ihn bis in die USA.

Zwischen seinem ersten und zweiten Engagement in Berlin ging er jahrelang auf Tournee. 1899 kam der berühmte Schauspieler nach

seinen erfolgreichen Tourneen ans Wiener Burgtheater.

Er begeisterte die Wiener in seinen Rollen als Hamlet, Mephisto und Tasso.

Große Probleme hatte der mit dem Burgtheaterdirektor Paul Schlenther. Sein größter Wunsch war es, auch  selbst zu inszenieren. Diesen Traum konnte er sich nur einmal am Theater in der Josefstadt erfüllen.

Gestern verstarb der beliebte Schauspieler in seiner Wahlheimat Wien.