Wien Alltagsleben                                         Ganze Seitenansicht                                     Fenster schließen 
Pia & Tamara

Katastrophe - Viele Tote und Verletzte
3. August 1897

Die katastrophale Überschwemmung des Wienflusses forderte bereits mehrere Todesopfer. Vor vier Tagen trat der Wienfluss mit rasanter Geschwindigkeit über seine Ufer. Unzählige Menschen mussten ihre Häuser verlassen und wurden in Notquartieren untergebracht.

Das Ausmaß der Katastrophe kann noch nicht abgeschätzt werden.

Wir bitten die Bevölkerung um Sach- und Geldspenden für die Katastrophenopfer.

 

100. Schule Wiens
16. Oktober 1908

In Favoriten wurde gestern die 100. Schule besonders feierlich eingeweiht. Die Schulanfänger trugen Gedichte vor und überreichten der stolzen Direktorin einen riesigen Blumenstrauß. Zum Abschluss der Feier sangen die Schüler mehrere Lieder.

Wien hat in den letzten Jahren viel für die Bildung getan.

Ein besonders wichtiges Ereignis war auch die Eröffnung des ersten Wiener Mädchengymnasiums im Jahre 1892.

Wien ist begeistert: Neue Weiterbildungsmöglichkeiten!
7. Juni 1910

Gestern, am 6. Juni wurde dort, wo Ring und Kai zusammenstoßen, der „Palast der Volksbildung“, die Urania, eröffnet. Auch der Architekt Max Fabiani erschien höchstpersönlich.

Es gab ein Konzert im großen Saal, wo sonst vor allem wissenschaftliche Vorträge stattfinden werden.

Auch die Architektur des Gebäudes kann sich sehen lassen.

Gekrönt wird der Bau von der Kuppel der Sternwarte, die mit einem riesigen Fernrohr ausgestattet ist.

Der Bevölkerung sind mit der Urania neue Möglichkeiten gegeben sich weiterzubilden. Außerdem ist die Urania eines der „Wiener Tratschnester”. Hier bringen die Wiener ihren Klatsch auf den neuesten Stand. Ein Muss für jeden!

Porzellangeschirr - Das Nobelgeschirr der Wiener?
5. April 1901

Wien greift wieder zur eigenen Kunst zurück.

Das traditionelle Augartenporzellangeschirr ist bei jeder wohlhabenden Familie ein Muss auf dem Tisch.

Nicht nur die Teller und Tassen sind begehrt, sondern auch die Porzellanfiguren sind wieder aktuell. Schon Maria Theresia war von diesem Geschirr begeistert. Auch sie speiste von dem schönen Porzellangeschirr. Wer modern sein will, muss tief dafür in die Tasche greifen. Doch es lohnt sich, denn Schönheit hat ihren Preis.

 

Der Naschmarkt! Belebt er Wien?
10. September 1905
Der heutige Naschmarkt ist beliebter Treffpunkt aller Hausfrauen. Nachdem man die Einkäufe für die Familie erledigt hat, kann man sich mit Freunden im Kaffeehaus treffen. Der Naschmarkt begann als kleiner Milchmarkt. Ein kreativer Milchmann hatte damals eine neue Geldquelle entdeckt, indem er ein Milchhaus eröffnete. Nach und nach siedelten sich Verkäufer mit ihren Ständchen an. Bereits vor zehn Jahren begann sich der Name „Naschmarkt” durchzusetzen. Der Naschmarkt ist wahrlich ein Markt, wo man die verschiedensten Köstlichkeiten kaufen kann: Exotische Früchte, wohlschmeckende Gewürze, geheimnisvolle Kräutermischungen, Kaffee- und Kakaobohnen sowie entspannende Tees.  Kritiker befürchten, dass diese exotischen Früchte Seuchen mit sich bringen könnten.

Doch der modernen Hausfrau ist das ziemlich egal, denn die Leckereien aus den fernen Ländern wie Orangen, Datteln, Bananen und geheimnisvolle Gewürze sind bei der Bevölkerung sehr begehrt. Eindeutig, dieser Markt belebt Wien, das ist offensichtlich.