Wien Kunst (fortgesetzt)
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- Julia & Karin
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Nackte Körper, was kommt noch? 1.Juli 1915 „Solche Orgien hat das Nackte noch in keiner Wiener Ausstellung gefeiert“, „Die übelsten Frauenzimmer, die ich je gesehen habe“, „Hier hört sich der Spaß auf!“. Der bekannte Kunstsammler Graf Lanckoronski meint nur: „Scheußlich!“ Solche abfälligen Aussagen wurden über Klimts „Beethovenfries“ gemacht. Als Einstimmung auf die Präsentation der Beethoven-Skulptur sollte Gustav Klimt einen ganzen Raum gestalten und somit ein Gesamtkunstwerk schaffen. Ihm gelang eine außergewöhnliche Darstellung des Inhalts der 9. Symphonie Beethovens. Doch das Verständnis der Bevölkerung und der Kritiker ist sehr gering.
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Die Frauen, die Klimt malt, sind in Wirklichkeit ein wenig anders. Klimt malt sie übertrieben, und er liebt es, sie nackt darzustellen. Dabei stand der am 14. Juli 1862 in Wien geborene Künstler während seiner Studienzeit an der Kunstgewerbeschule stark unter dem Einfluss der herrschenden historischen Malweise. Er gestaltete die Deckengemälde im Aufgang des Burgtheaters und Bilder im Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums. 1890 erhielt Klimt den „Kaiser-Preis“ für das Gemälde „Zuschauerraum im alten Burgtheater“. Klimt entfernte sich bald von der herkömmlichen Malweise und begab sich auf die Suche nach seinem eigenen Stil. Seine Kunstwerke lösen durch die Darstellung nackter Menschen häufig Skandale aus. ![]() Ausschnitt aus dem Beethovenfries |
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Das Thema des Dramas ist der Gegensatz der Geschlechter. Als die Situation auszuarten drohte, musste die Polizei eingreifen. Kokoschka erhielt eine Verwarnung wegen öffentlicher Ruhestörung. Er wurde als „Jugendverderber“ beschimpft. Gestern hat der Unterrichtsminister angeordnet, den 23jährigen Künstler von der Kunstgewerbeschule zu entlassen.
Ankündigunsplakat für Kokoschkas Drama |