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- Jasmin & Manuel

Das Riesenrad 
5. September 1897 
Seit Juli ist im Prater das „Riesenrad“ in Betrieb.  Der englische Marineleutnant und Ingenieur Walter B.  Basset hat es gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Ing. Harry Hitchins im Prater erbauen lassen.  Der englische Konstrukteur Basset war auch Inhaber einer bedeutenden englischen Dampfkesselfabrik, die auch die österreichische k. u. k. Kriegsmarine in Triest, Pola und Fiume belieferte. 

Der höchste Punkt des Riesenrades befindet sich 64,75 Meter über dem Erdboden.  Der Durchmesser des Rades  beträgt 61 Meter, der äußere Durchmesser der Radkonstruktion ist 55,8 Meter, der innere jedoch nur 49,6 Meter. 

Am 21. Juni 1897 wurde das Riesenrad nach einer Bautätigkeit von acht Monaten fertig gestellt.  Die Wiener sind von dem Riesenrad begeistert.

Zu Wiener Freizeit für mehr info über das Riesenrad

Der Gasometer 
18. Juli 1899
Gestern wurden die ersten 4 Gasbehälter in Simmering fertig gestellt. Sie dienen dazu, sicher zwischenzulagern und bei Bedarf ins Netz einzuspeisen. Man hatte den Ehrgeiz, mit möglichst einfachen Mitteln eine große Fabrikanlage mit architektonischem Anspruch zu erreichen.  Mit rund 70 Metern Höhe sind die Gasbehälter weithin sichtbar und bieten ein Fassungsvermögen von je 90.000 m3.  Natürlich braucht das Werk auch viele Angestellte.

 

Die Elelektrifizierung der  Straßenbahn
4. Dezember 1903
Einer der Programmpunkte Luegers ist erfüllt: Die Elektrifizierung der Straßenbahn ist abgeschlossen. Als Lueger 1897 Bürgermeister von Wien wurde, fuhr die Tramway noch mit fast 3000 Pferden und einigen Dampfloks.  Die privaten Gesellschaften wollten oder konnten die großen Kosten für die Elektrifizierung nicht auf sich nehmen.  Schon 1897 nahm im 2. Bezirk die erste elektrifizierte Bahn auf einem kurzen Abschnitt ihren Betrieb auf. Das Streckennetz wurde nun von 83 auf 125 Kilometer ausgebaut.

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Hochquellwasserleitung
4. Dezember 1910 
Das rasante Ansteigen der Einwohnerzahl Wiens nach 1890 machte es notwendig, neue Wasserreserven zu erschließen.  Im Jahre 1900 beschloss der Wiener Gemeinderat, eine 2. Hochquellenleitung zu errichten. 

Der Ingenieur Dr. Karl Kinzer entdeckte die wasserreichen Quellen an der Nordseite des Hochschwabes, welche im Besitz des Stiftes Admont waren. Die Stadt Wien erwarb die Quellen. Am 11. August 1900 wurde der Grundstein für den Bau der II. Wiener Hochquellwasserleitung gelegt.  Über 100 Aquädukte und19 Gasrohrleitungen mit Längen bis zu 2,5 Kilometern mussten zur Überquerung von Flüssen und Tälern errichtet werden.  Während des Baus waren zeitweise bis zu 10.000 Arbeiter im Einsatz.  Am 02. Dezember 1910 wurde die II. Wiener Hochquellenleitung in Betrieb genommen. 

Somit verfügt Wien nun über das beste Trinkwasser aller Großstädte der Welt. 

Der Bau der Wasserleitung wird nicht zuletzt einen segensreichen Einfluss auf die Volksgesundheit haben. Mit der gesicherten Frischwasserversorgung können dann auch in allen Bezirken Wiens Brause- und Freibäder errichtet werden.