New York Politik Ganze Seitenansicht Fenster schließen
Roosevelt
ist
der
Sieger!
6. Mai 1895
Gestern
wurde
Theodore
Roosvelt als
der „Police Commissioner of New York“
gewählt.
Die Leute von New York sind interessiert an einem “Reformer”, und dieser
Reformer ist Mr. Roosevelt.
Er ist Liberalist und ist besorgt über den Missbrauch von Macht durch die
Regierung und Wirtschaft. So wie die vielen anderen Liberalisten, möchte
auch er die „United States“ zu einem besseren Platz zum Leben machen. Er
glaubt, dass die Regierung eine wichtige Rolle in dieser Umwandlung spielt.
Viele
beherzigen, den wachsenden Bedarf für Reformen, für die Aufdeckung von
Bündnissen zwischen Kriminellen und Polizei. Das Buch „How the other Half
Lives“ von Jacob Riis’s deckte die Armut und seinen Einfluss auf Leute wie
Roosevelt auf und stärkte seinen Kreuzzug zur Reform.
Madonias Körper in Sägespänen gefunden
Mafia scheint involviert zu sein
2. Opfer im Jahr
19.August 1902
Die Leichenreste von Benedetto Madonias wurden in einem Fass
gefunden. Dies ist jetzt zum 2. Mal der gleiche Fall. Ein Mord der gleichen
Art geschah erst letztes Jahr, als Joe Cantanias Leiche auf der 73. Straße
gefunden wurde.
Cantanias
und Madonias Körper wurden in Fässer gestopft, umgeben von Sägespänen. Einer
der Unterschiede war, dass Madonia über ein dutzend Mal erstochen und seine
Kehle von Ohr zu Ohr durchgeschnitten war. Auch seine Genitalien wurden in
seinen Mund gezwängt.
Madonia hatte Kontakte zu einem Mafiaclan in Buffalo, NY, welcher begonnen hatte, sich auf das Gebiet eines anderen Mafiaclans zu wagen.
Der Führer des Clans, Ignacio Lupo, hatte sein Gebiet an der unteren Ostseite von Manhattan. Lupo war ziemlich verzweifelt wegen des eindringenden Clans. Man glaubt, dass Lupo zu einem höheren Boss ging, um um Hilfe zu bitten. Lupo tötete mit dessen Hilfe Madonia und stopfte ihn in ein Fass. Da steckt sicher noch mehr dahinter.
Madonia war ein Clanführer, der meistens in Buffalo arbeitete. Die wenigen, die ihn kannten, hatten einen großen Hass auf Madonia. Madonias Begräbnis wird in Brooklyn stattfinden. Es wird einen geschlossenen Sarg geben.
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Der wirtschaftliche Kampf hinterlässt Amerika in ungebildeten Händen
2.Januar 1905
Überall in der Stadt findet
man Kinder im Alter von 7 oder 8 Jahren, die Kleider flicken, Blumen binden oder
Nüsse sammeln. Sie sind alle in Mietshäusern untergebracht. Dies ging viele
Jahre lang so,
ohne
dass jemand Einwände dagegen erhoben hätte. Aber was passiert jetzt in und um die
Stadt herum? Arbeitsgesetze in New York City verbieten die Beschäftigung von
Kindern unter 14 Jahren in Fabriken, aber die Frage ihrer Unterbringung in
Mietshäusern steht noch zur Debatte. Dieses Problem wurde vom „National
Child Labor Committee“, der letztes Jahr gegründet wurde, diskutiert. Ihre
Gründer Florence Kelley und Lillian Wald sehen über die Notwendigkeit des
Geldverdienens hinweg und rücken mit den Details der Arbeitswelt ins
Rampenlicht. Sie sprechen Probleme wie die Überforderung von minderjährigen
Kindern an, den Analphabetismus der Kinder, die zu beschäftigt sind, um in
die Schule zu gehen und auch das Problem, dass viele Kinder krank werden.
Diese Gefahren rühren daher, dass, obwohl es bei den Fabriksarbeitern
Beschränkungen gibt, die Arbeit ganz einfach an die Bewohner der Mietshäuser
weitergegeben werden kann, sie also auch von minderjährigen Arbeitern
ausgeführt werden kann.Viele Kinder werden vom Unterricht ferngehalten, um
Überstunden für ihre Familie zu machen, oder sie arbeiten, wenn sie von der
Schule nach Hause kommen bis spät in die Nacht hinein.
Dies zeigt auch die steigende Zahl der Kinder im Land, die
weder lesen noch schreiben können. Sogar die jüngsten Kinder, von
denen viele erst zwei oder vier Jahre alt sind und somit zu jung, um die
Schule zu besuchen, müssen genauso viel oder noch mehr arbeiten, um auch
Geld zum wöchentlichen Familieneinkommen beitragen zu können. Was bedeutet
dies für die Wirtschaft und die Gesellschaftsstruktur in New York?
Da die Familien ums Überleben kämpfen, scheuen sie nicht davor, mit allen Mitteln die notwendigsten Dinge zum Leben bereitstellen zu können. Sie scheuen auch nicht davor, die Ansprüche der Jugend Amerikas zu übersehen. Die Wirtschaft, die im Moment sehr schlecht dasteht, verlangt von jedem Familienmitglied, egal welchen Alters, auf irgendeine Weise Geld zu verdienen.
Bei genauer Registrierung ist das Wohnen in Mietshäusern völlig legal, bedenkt man jedoch die Altersvorschriften, bedeutet dies sicherlich eine Lücke im Gesetz. Diese Kinder, die die Zukunft unseres Landes sichern sollen, bekommen nicht die notwendige Bildung, auf die sie Anspruch haben, genauso wenig, wie sie auch ihre Kindheit nicht ausleben können.
Sollten die strengeren Kindergesetze, die das „National Child Labor Committee“ entworfen hat, nicht in Kraft treten, scheint die Zukunft des Landes bedroht zu sein und sich in ungebildeten Händen zu befinden.
CLEVELAND ADMINISTRATION
EIN TIEF IN DER WIRTSCHAFT
19. Februar
1893
Was
passiert mit unserer Wirtschaft?
Weil sich unserer Staatsfinanzen unvorhergesehen verschlechtern, ist es schwierig zu sagen, wann sie sich wieder stabilisieren.
Der Überschuss der Regierung, der bereits verbraucht wurde, hat einen stürmischen Rückgang in der Wirtschaft und am Viehmarkt bewirkt. Investoren am Viehmarkt ziehen sich
schnell zurück und beanspruchen, was ihnen gehört, und europäische Investoren ziehen ihre Geldmittel genauso zurück.
Während
ein finanzielles Tief den Norden betrifft, erschüttert ein
landwirtschaftliches
Tief
von der selben Schwere den Süden und Westen.
Geschäfte und Banken, die von der "Reading Railroad" abhängig sind, werden geschwächt und brechen schließlich unter dieser finanziellen Belastung zusammen.
Viele Arbeiter sind arbeitslos und bankrott.
Trotz aller Probleme, von denen die Familien betroffen sind, sieht die "Second Cleveland Administration“ zu, wie 4 Millionen Amerikaner arbeitslos werden, in dem Glauben, dass zum Geschäftstreiben Höhen und Tiefen gehören und sich diese Probleme mit der Zeit von selbst lösen.
Die meisten Amerikaner haben allerdings nicht die Zeit, darauf zu warten, denn sie haben bereits hohe Schulden.